FRITZ-GERLICH-PREIS 2026

Mit großem Erfolg wurde der FRITZ GERLICH PREIS 2026 in München verliehen!

Die Preisverleihung im Münchner Künstlerhaus fand am 1. Juli im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN statt und erinnert an den Widerstandskämpfer, Journalisten und Publizisten Fritz Gerlich, der 1934 im KZ Dachau ermordet wurde. Der Preis zeichnet alljährlich Filmwerke aus, die sich besonders für die Menschenwürde und Zivilcourage einsetzen.
Gewinner des FRITZ GERLICH PREIS 2026 ist der Spielfilm LOST LAND des japanischen Regisseuren Akio Fujimoto.

Der Film thematisiert die Schrecken der Vertreibung aus den Augen von Kindern.
In der Hoffnung, ihre Familie wiederzufinden, verlassen die neunjährige Somira und ihr vierjähriger Bruder Shafi nachts ein Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch und begeben sich auf eine gefährliche Odyssee in das über 3.000 km entfernte Malaysia. Der Spielfilm ist der erste, der in der Sprache der Rohingya gedreht und ausschließlich von Rohingya gespielte wurde.

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Aus der Jurybegründung:

“Der Film verdient in den Augen der Jury den Fritz-Gerlich-Filmpreis, weil er im Kontext von weltweit über 110 Millionen Menschen auf der Flucht, eine Geschichte auf eindrückliche Weise erzählt, die die grausamen Folgen von Machtmissbrauch, Gleichgültigkeit und Erniedrigung zeigt, zugleich aber Hoffnung, Würde, Demut, Durchhaltevermögen und innere Stärke wahrnehmbar macht. Fujimoto gelingt mit diesem eindrücklichen Werk über Flüchtende, eine bemerkenswert sensible Inszenierung, die dokumentarische Authentizität mit eindringlicher Erzählkunst verbindet. Besonders hervorzuheben ist die professionelle Begleitung der Kinderdarsteller:innen, deren natürliche Leistung das Herzstück des Films bildet und den Zuschauer unmittelbar in die Welt der Figuren eintauchen lässt. Der Film erzählt von Flucht und Vertreibung und in diesem Zusammenhang von Zerbrechlichkeit und globaler Relevanz, ohne in Klischees zu verfallen.”

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung des PROPELLER PREISES an Nachwuchstalente der HFF München. Von einer renommierten Jury wurden aus allen Einreichungen die drei überzeugendsten Konzepte ausgezeichnet.

Folgende Gewinner:innen durften sich über die Auszeichnung freuen:

  1. HOW TO LOVE AN EEL von Jona von Büren
  2. BETA PHASE (AT) von Dorothée Neff und Agnes Pauer
  3. WHO CARES? (AT) von Laura Lybaschenko

Wir gratulieren allen Preisträger:innen sehr herzlich!

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